Neuigkeiten

Privatkrankenanstalten fordern Zusammenhalt für konstruktive Fortsetzung der KV-Verhandlungen


26. Juni 2020

Mag. Stefan Günther, Verhandlungsführer und Generalsekretär des Verbandes der Privatkrankenanstalten zeigt sich trotz allen Verständnisses überrascht über den Unmut der Gewerkschaft: Die Arbeitgeber waren es, die bereits im März ein faires Angebot vorgelegt hatten, das jedoch bei der vida auf Ablehnung stieß. „Nachdem viele Betriebe mehrere Wochen komplett leer standen und gerade wieder starten konnten, gleich über Erhöhungen zu sprechen, widerspricht nicht nur jeglicher Pflicht einer sorgsamen Betriebsführung, sondern ist auch faktisch unmöglich“, so Günther zum mit der Gewerkschaft abgestimmten Wunsch der Arbeitgeber-Vertreter*innen, die Verhandlungen im September fortzusetzen.

Anders als von der vida dargestellt, hätten die Mitarbeiter*innen in persönlichen Gesprächen durchaus Verständnis für die schwierige Lage der Kliniken gezeigt. Es gebe keinen Zweifel daran, dass die Belegschaft Tag für Tag Außergewöhnliches leiste. Dennoch dürfe nicht übersehen werden, dass viele privaten Gesundheitseinrichtungen gezwungen waren, auf dringende Empfehlung von Regierungsseite – zum Schutze aller – den Betrieb wochenlang auf ein Minimum heruntergefahren zu halten. Um den Schutz von Belegschaft und Patient*innen garantieren zu können waren und sind zudem auch in Zukunft kostenintensive Maßnahmen und Material erforderlich.

Vollständiges Wiederhochfahren mit fairer Leistungsabgeltung für die Mitarbeiter*innen

„Das vorrangige Ziel ist alle Mitarbeiter*innen wieder aus der Kurzarbeit zu holen und ein vollständiges Wiederhochfahren der Betriebe sowie die Gewöhnung an einen Arbeitsalltag mit Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen“, so Günther. Sollte dies geschafft sein, stehe einem positiven Abschluss, der ein für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis liefert, nichts mehr im Wege. Ein später als gewohnt erfolgter KV-Abschluss solle nicht so interpretiert werden, dass die Dienstgeber die Vormonate unberücksichtigt lassen wollen.

Zusammenhalt und sachliche Diskussion im Fokus

Indes mahnt der Verhandlungsführer zu Konstruktivität und Zusammenhalt: „Gerade in der jetzigen Zeit ist es besonders wichtig, an einem Strang zu ziehen!“ In diesem Sinne zeigt sich Günther überrascht über unsachliche, ja sogar falsche Vergleiche: „Die KV-Verhandlungen mit der polemisch geführten Diskussion um den PRIKRAF zu vermischen, ist nicht zielführend – zumal es sich um die Abgeltung medizinisch notwendiger Leistungen handelt, die für die Patient*innen erbracht wurden. Nicht etwa Zuschüsse oder gar Geldgeschenke.“

Der Verband vertritt gleichermaßen die Interessen von Groß- und Kleinbetrieben. Neben einer Vielzahl privater Rehabilitations-, Pflegeeinrichtungen und Ambulatorien sind 30% der rund 80 Mitglieder PRIKRAF-Häuser.


 

Wichtige Information

Bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion mit Symptomen wie

Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit 
und in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome 

  • engem Kontakt mit einer (wahrscheinlich) erkrankten Person

oder

  • Aufenthalt in einer betroffenen Region (z.B. China, Italien)

gehen Sie nicht in ein Spital oder eine Arztpraxis, sondern bleiben Sie zuhause.

Rufen Sie die Gesundheitshotline 1450 an, um das weitere Vorgehen abzustimmen.