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Gut vorbereitet: Was Sie vor einer OP beachten sollten


20. Februar 2019

Wenn der Operationstermin näher rückt, kann man mit der richtigen Vorbereitung einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Eingriffs leisten. Ausführliche Gespräche mit den betreuenden ÄrztInnen sind dafür das A und O. Welche Faktoren unbedingt besprochen, welche Vorsorgemaßnahmen vorab getroffen und welche Überlegungen für die Zeit nach der OP angestellt werden sollten, erklärt Prim. Dr. Josef Macher, Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs.

 

1. Gut informiert: Das ärztliche Gespräch als Basis

Im Gespräch mit den jeweiligen WahlärztInnen haben die PatientInnen der österreichischen Privatkliniken die Möglichkeit, eine ausführliche medizinische Aufklärung und Risikoabschätzung für die bevorstehende Operation zu erhalten. „Vor Operationen besteht bei vielen PatientInnen verständlicherweise Unsicherheit. Egal, wie groß oder klein der Eingriff ist, in den Privatkliniken agieren wir immer nach dem Motto ‚gute Aufklärung ohne unnötig Angst zu machen‘. Denn Studien belegen, dass die Heilung besser verläuft, wenn sich PatientInnen optimal informiert fühlen“, betont Verbandspräsident Prim. Dr. Macher. Als ExpertInnen des entsprechenden Fachgebiets fungieren die WahlärztInnen im weiteren Behandlungsverlauf als zentrale Koordinationsstelle und Ansprechperson für ihre PatientInnen.

 2. Gut geprüft: Vorabuntersuchungen und Terminvergabe

Bei geplanten Eingriffen sind je nach Art und Schweregrad der Operation wichtige Tests wie Lungenfunktion, EKG, Blutbild, Herzultraschall und weitere Untersuchungen meist in ausreichendem Zeitabstand vor dem Eingriff durchzuführen. Je nach Ergebnis werden Folgemaßnahmen gemeinsam mit der Ärztin/dem Arzt besprochen und ein Termin für die Operation festgelegt. Die Terminvergabe erfolgt flexibel und richtet sich nach der medizinischen Indikation und der persönlichen Verfügbarkeit der PatientInnen und den jeweiligen WahlärztInnen. Vor einer Operation werden alle wichtigen Befunde gründlich kontrolliert. Auch Vorerkrankungen und individuelle Bedürfnisse finden hier Berücksichtigung.

3. Gut beraten: Das Anästhesie-Vorgespräch

Das Aufklärungsgespräch mit der Anästhesistin/dem Anästhesisten ist ein verpflichtender Bestandteil vor jedem operativen Eingriff: „Hierbei nehmen sich die AnästhesistInnen in den Privatkrankenanstalten besonders viel Zeit, um mit den PatientInnen den Ablauf, die Vorteile und potentiellen Risiken des jeweiligen Anästhesieverfahrens zu besprechen“, erklärt Macher. Falls die Patientin/der Patient regelmäßig Medikamente nimmt, wird festgelegt, wie diesbezüglich zu verfahren ist. Abhängig von Umfang und Dauer der Operation wird methodisch in Abstimmung mit den PatientInnen zwischen balancierter Allgemeinanästhesie, Regionalanästhesie und Lokalanästhesie bzw. Mischverfahren gewählt. Spricht laut der Befunde nichts gegen den Eingriff, wird die OP freigegeben.

4. Gut versorgt: Vor der OP

„Es gibt nur ein paar Regeln, die es für PatientInnen vor einem Eingriff zu beachten gilt“, weiß Macher. „Sollten Sie innerhalb der letzten zwei Wochen vor der OP erkranken, muss dies unbedingt der Ärztin/dem Arzt mitgeteilt werden. Des Weiteren sind die – je nach Eingriff variierenden Richtlinien zur letzten Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme – streng einzuhalten.“

Auch unmittelbar vor der OP setzen die Privatkliniken auf besondere Vertrauensbildung: „Beim Eintreffen im Operationsbereich stellen sich alle am Eingriff beteiligten MitarbeiterInnen persönlich vor. Dies schafft Wertschätzung und Vertrauen und wirkt sich nachweislich stark positiv auf den Heilungsverlauf aus“, hebt Macher hervor.

5. Gut geplant: Entlassung aus der Klinik

„Fragen, die Transport und Abholung betreffen, sind am besten vorab zu klären. Damit werden böse Überraschungen in Form von Zusatzkosten und auch Gesundheitsrisiken vermieden und die PatientInnen müssen sich während des Behandlungsverlaufs keine Gedanken mehr dazu machen“, empfiehlt Macher. Im Falle einer Entlassung am Operationstag selbst sollten die PatientInnen nicht ohne Betreuung sein und auch den Heimweg nicht allein antreten. „Im Falle von Auffälligkeiten, Fragen oder Unsicherheiten, ist auch nach der Entlassung ein sofortiger Kontakt zur Klinik bzw. den behandelnden WahlärztInnen jederzeit möglich“, so Macher. Grundsätzlich kann nach einem Eingriff eine kurzzeitige oder längerfristige Pflege notwendig sein. Dazu stellt das Krankenhaus für die Pflegepersonen einen Entlassungsbrief mit allen relevanten Informationen aus, um die richtige Versorgung sicherzustellen.

Prim. Dr. Josef Macher, Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs © Klinik Diakonissen Linz
OP-Vorbesprechung mit dem Wahlarzt © Sanatorium Kettenbrücke/Eichholzer