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Medizin Blog: Wie können PatientInnen eigenständig die Qualität eines Privatspitals erkennen?


4. November 2015

„Bei der Überprüfung der Qualitätsarbeit konnten die Privatkrankenanstalten immer sehr gute Ergebnisse vorweisen. Jetzt gilt es, diese auch für die PatientInnen sichtbar zu machen“, erklärt Katharina Pink, Geschäftsführerin des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs, und fasst deshalb die wichtigsten Anhaltspunkte für die PatientInnen zusammen:

Qualitätsmodelle
Qualitätsmodelle sind Qualitätsmanagementsysteme, die in einer Klinik oder einer speziellen Abteilung implementiert, verwirklicht und zertifiziert werden. Immer mehr Privatkrankenanstalten führen ein oder sogar mehrere Qualitätsmodelle in ihren Häusern und listen diese für die PatientInnen auf ihren Websites auf. Zu den wichtigsten und aussagekräftigsten Qualitätsmodellen zählen: ISO (International Organziation for Standardization), EFQM (European Foundation for Quality Management), KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen), JCI (Joint Commission International), Best Health Austria sowie medizinische Zertifizierungen (Brustgesundheitszentrum, Endocert etc.).

Instrumente der Qualitätsarbeit

Um stets hohe Qualität zu gewährleisten, nutzen Kliniken verschiedene Instrumente. Dazu zählen etwa Richtlinien oder Checklisten, die idealtypische Abläufe und Verfahrensweisen beschreiben, weiter ein strukturiertes OP-Management oder ein indirektes Entlassungsmanagement. Als zentrales Instrument der Qualitätsarbeit beschreibt Katharina Pink auch die Patientenbefragungen, die mittlerweile in den meisten Privatkrankenhäusern durchgeführt werden: „Die regelmäßige Einholung von Feedback der PatientInnen ist ganz essentiell für die stetige Verbesserung der Qualitätsarbeit.“. Außerdem bieten alle Kliniken ihren PatientInnen jederzeit die Möglichkeit, ihre Vorschläge einfach und unkompliziert einzubringen.

Belegarzt
Die meisten Privatkrankenanstalten in Österreich sind so genannte Belegspitäler. Das bedeutet, dass entweder die PatientInnen den Arzt ihres Vertrauens konsultieren und dieser empfiehlt ihnen anschließend jenes Haus, das über die beste Voraussetzungen für die erforderliche Behandlung verfügt und führt die Behandlung auch in diesem durch. Oder PatientInnen können auch selbstständig eine Krankenanstalt nach medizinischem Schwerpunkt auswählen. Die Privatkliniken wiederum arbeiten sehr eng mit den Belegärzten zusammen, um eine Top-Versorgung der PatientInnen zu garantieren.