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Vizepräsident Dr. Georg Semler über das Risiko, zu vertrauen


9. November 2020

Am 01.10.2020 wurde im Verband der Privatkrankenanstalten das Präsidium wiedergewählt. Ein großer Vertrauensbeweis von unseren Mitgliedern an uns, die Funktionsträger. Aber was ist die Grundlage von Vertrauen und warum kommt es uns abhanden?

Vertrauen ist etwas zutiefst Menschliches und in unserem Leben allgegenwärtig.  Vertrauen schafft Bindung und Sicherheit, – gerade in Situationen, in denen wir etwas nicht wissen. Aber die Frage nach den Kriterien für die Angemessenheit bzw. Rechtfertigung von Vertrauen in eine andere Person muss sich jeder von uns immer wieder selbst stellen.

Auf Organisationen und Unternehmen bezogen, gilt eine Institution als vertrauenswürdig, wenn die handelnden Akteure stabil, regelgeleitet und verantwortlich agieren. Es stellt jedoch durchaus eine dynamische Größe dar. Es wird darum gerungen, Vertrauen wird geschenkt, aber auch entzogen. Dabei wird die jeweilige Zielperson auf ihre Vertrauenswürdigkeit permanent geprüft, und ob das ihr geschenkte Vertrauen auch gerechtfertigt ist.

Denn Vertrauen beinhaltet immer ein Risiko, das bei Enttäuschung möglicherweise zu persönlich negativen Konsequenzen führen kann. Ist das Vertrauen enttäuscht worden, ist das Interesse an einer Fortsetzung der Beziehung gering oder gar nicht mehr vorhanden. Alternativ können auch die Erwartungen reduziert werden, sodass eine mögliche weitere Enttäuschung nicht mehr so gravierend ist.

Wir im Präsidium des Verbandes haben festgestellt: Unsere Mitglieder vertrauen uns, auch im Krisen-gebeutelten Jahr 2020. Warum das nicht selbstverständlich ist?

Krisen sind Zeiten der Unsicherheit und von erhöhter Ängstlichkeit, Sorgen und Unwohlsein geprägt.  Gerade in Phasen ambiguer Situationen sind Klarheit und Transparenz, Stabilität und Kompetenz sowie Gelassenheit und Reflexionsfähigkeit gute Begleiter für die Entscheidungsträger. Aber auch Mut, Entscheidungen zu fällen und diese konsequent und überzeugt durchzusetzen. Die Fähigkeit, Bedürfnisse richtig einzuordnen, angemessen und authentisch darauf zu reagieren, stärkt die Vertrauensbasis und das Wiederherstellen der Vertrauensgrundlage.

Wir danken jedenfalls für das geschenkte Vertrauen, und freuen uns, Sie im zweiten Newsletter mit Inhalten zu versorgen, die das Thema „Vertrauen in der Krise“ von allen Seiten beleuchten. Wie etwa:

Warum eine Krise immer auch eine Vertrauenskrise bedeutet – und wie wir trotz Krise in der öffentlichen und in der Mitarbeiter*innen-Kommunikation bestenfalls agieren, weiß Kommunikationsexpertin Prof. (FH) Dr. Bettina Gneisz-Al Ani, die wir für diesen zweiten Newsletter exklusiv befragt haben.

Dass eine Krise aber auch Vertrauen stärkend sein kann, weiß Ilaria Giannico, die Generalsekretärin des Europäischen Verbands der Privatkrankenanstalten. Wie das Image der Privatkliniken durch die Corona-Krise eine positive Wendung erfahren hat, beschreibt sie im Interview.

Vizepräsident KR Dr. Georg Semler Copyright: AKOS BURG

 

Wichtige Information

Bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion mit Symptomen wie

Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit 
und in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome 

  • engem Kontakt mit einer (wahrscheinlich) erkrankten Person

oder

  • Aufenthalt in einer betroffenen Region (z.B. China, Italien)

gehen Sie nicht in ein Spital oder eine Arztpraxis, sondern bleiben Sie zuhause.

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