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Verband der Privatkrankenanstalten wählt Präsidium 2020-2025


5. Oktober 2020

Die jährliche Generalversammlung bestätigt Prim. Dr. Josef Macher in seiner Funktion als Verbandspräsident für eine weitere Amtsperiode von 5 Jahren. Mag. Stefan Günther besetzt weiterhin die Funktion als Generalsekretär, ebenso wie die Vizepräsidenten Mag. Werner Fischl und KommR Dr. Georg Semler. „Die Rolle der Privatkliniken muss neu bewertet werden, das hat uns die Corona-Krise deutlich vor Augen geführt“, so Macher.

„Die privaten Gesundheitsbetriebe sind deswegen ganz wesentlich für die Gesundheitsversorgung in Österreich, weil sie das öffentliche System entlasten“, bekräftigt er. So hielten die privaten Akut- und Rehakliniken während des Lockdowns Kapazitäten für den öffentlichen Bedarf frei und unterstützten Anfragen der Landesregierungen für Fallübernahmen – bis hin zur Abarbeitung des massiven Rückstaus an Operationen durch private Akutspitäler. Einzelne Rehakliniken nahmen und nehmen noch immer genese Corona-Patient*innen zur Anschlussrehabilitation auf.

Vorteil Heterogenität

Dass heterogene Gesundheitssysteme, in denen private, gemeinnützige und öffentliche Kliniken Teil der Gesundheitsversorgung sind, besonders effizient, nachhaltig und innovativ sind, haben nationale wie internationale Studien mehrfach bewiesen. Dafür bedarf es laut Macher aber geeigneter Rahmenbedingungen, für die sich das Präsidium in der neuen Amtsperiode einsetzen wird: „Nur mit Transparenz, leistungsgerechter Vergütung und fairem Wettbewerb können wir es schaffen, die besten medizinischen Leistungen für unsere Patient*innen zu erbringen!“

Versorgungsqualität statt Trägerschafts-Diskussionen

Anstelle der Diskussionen um „bessere“ Trägerschaft wünscht sich der Präsident einen Dialog auf Augenhöhe: „Die Versorgungsqualität muss im Fokus sein – und auch finanziell fair abgegolten werden.“ Ohne öffentliche Subventionen sei der private Gesundheitssektor in der jetzigen Situation besonders gefordert: „Die kostenintensiven, Corona-bedingten Maßnahmen und Vorschriften zum Schutz unseres Personals und der Patient*innen dürfen nicht den Fortbestand relevanter Gesundheitsbetriebe gefährden“, mahnt er. Doch auch der Fachkräftemangel und strukturell bedingte Veränderungen büßen nichts an ihrer Brisanz ein. „Die Generalversammlung hat uns als Präsidium das Vertrauen ausgesprochen, bei der Bewältigung der Herausforderungen die Gesamtheit der Privatkliniken in Österreich intensiv zu unterstützen.“

 

 

Verbandspräsident Prim. Dr. Josef Macher Copyright: Ákos Burg
v.l.n.r. Vizepräsident KommR Dr. Georg Semler, Präsident Prim. Dr. Josef Macher, Vizepräsident Mag. Werner Fischl, Generalsekretär Mag. Stefan Günther Copyright Ákos Burg

 

Wichtige Information

Bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion mit Symptomen wie

Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit 
und in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome 

  • engem Kontakt mit einer (wahrscheinlich) erkrankten Person

oder

  • Aufenthalt in einer betroffenen Region (z.B. China, Italien)

gehen Sie nicht in ein Spital oder eine Arztpraxis, sondern bleiben Sie zuhause.

Rufen Sie die Gesundheitshotline 1450 an, um das weitere Vorgehen abzustimmen.