Neuigkeiten

Privatklinik Salzburg: Größtes Schlaflabor im Bundesland Salzburg eröffnet


25. August 2018

Aufgrund von Stress, Übergewicht und mit steigendem Alter leiden immer mehr Menschen unter schweren Schlafstörungen. Auf eine klinische Überprüfung warten die Patientinnen und Patienten mittlerweile in manchen Fällen bis zu sechs Monate. Ein neues Schlaflabor verdoppelt die verfügbare Kapazität in Salzburg.

In der Privatklinik Salzburg (PKS), eine Einrichtung des internationalen Gesundheitsdienstleisters VAMED, hat ein neues Schlaflabor seinen Betrieb aufgenommen. Mit sechs Untersuchungsplätzen zur Diagnose und Therapie von Schlafstörungen ist die neue Einrichtung das größte Schlaflabor des Bundeslands Salzburg und stellt eine wesentliche Ergänzung der Gesundheitsversorgung dar. Die Anzahl der von Schlafstörungen Betroffenen ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Bis zu einem halben Jahr warten Patientinnen und Patienten derzeit in manchen Fällen auf eine Untersuchung.

Jeder vierte leidet an Schlafstörungen, jeder achte Mann an Schlafapnoe

Patientinnen und Patienten klagen meist über Ein- und Durchschlafstörungen oder eine nicht erklärbare Tagesmüdigkeit. Häufigste Ursache dafür sind schlafbezogene Atmungsstörungen und hier vor allem die obstruktive Schlafapnoe, eine ernsthafte schlafbezogene Atmungsstörung, bei der es während des Schlafes wiederholt zu einer teilweisen oder kompletten Blockade der oberen Atemwege kommt und damit zu einer Sauerstoffunterversorgung lebenswichtiger Organe. Langfristige Folgen sind Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall oder Herzinfarkt.

OÄ Dr. Juliane Rudnik, Lungenfachärztin und Leiterin des neuen Schlaflabors in der Privatklinik Salzburg: „Wir gehen davon aus, dass zwölf Prozent aller Männer an einer obstruktiven Schlafapnoe leiden. Fast 26 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher klagen mittlerweile über Schlafstörungen. In der Altersgruppe der über 45-Jährigen zeigten sich im Rahmen einer Gesundheitsbefragung sogar fast 50 Prozent der Bevölkerung von Schlafstörungen betroffen. Damit gehören Schlafstörungen zu den gesellschaftlich und medizinisch relevanten Themen unserer Zeit.“

Auslöser für die steigende Zahl von obstruktiver Schlafapnoe und dem ähnlich gelagerten Hypoventilationssyndrom ist vor allem die immer stärkere Verbreitung von Übergewicht. In anderen Fällen liegt die Ursache für Schlafapnoe aber auch oft schlicht im persönlichen Körperbau. Und durch alltägliche Belastungssituationen und mit zunehmendem Alter treten Einschlaf- und Durchschlafstörungen (Insomnie) sogar bei Gesunden immer häufiger auf.

Ein bis zwei Nächte im Schlaflabor ermöglichen umfassende Diagnose

Im Schlaflabor werden Patientinnen und Patienten nach mehreren Voruntersuchungen in der Regel eine oder zwei Nächte in ihrem Schlaf permanent überwacht. Kontrolliert werden dabei die unterschiedlichsten Körperfunktionen, wie beispielsweise die Hirnaktivität, Herzfrequenz, Atmungsaktivitäten, Muskelspannung, Augenbewegungen sowie Körperlage und -bewegung.

OÄ Dr. Rudnik: „Manchmal hat eine Schlafstörung mehrere Ursachen. In diesen Fällen muss man an verschiedenen Punkten arbeiten, um die Qualität des Schlafes insgesamt zu verbessern. Bei uns werden die Patienten nicht nur auf die obstruktiver Schlafapnoe untersucht, sondern auf das gesamte Spektrum der schlafbezogenen Krankheiten. In unserem neuen Schlaflabor haben wir die Möglichkeit, die Patientin bzw. den Patienten vom Erstgespräch über die nächtliche Beobachtung bis zum Endbefund lückenlos zu begleiten. Als behandelnde Ärztin werde ich auch in der Nacht vor Ort sein und stehe für Vor- und Nachuntersuchungen in meiner Ordination zur Verfügung, wodurch eine große Kontinuität in der Betreuung gewährleistet werden kann.“

Berufstätige Patientinnen und Patienten sind durch die Untersuchung kaum eingeschränkt, da auch passende Termine für diese Personengruppe zur Verfügung stehen. Die neue Einrichtung steht allen offen. Ein Teil der Kosten wird von den öffentlichen Krankenkassen rückerstattet. Wenn die Patientin oder der Patient über eine Zusatzversicherung verfügt, trägt die übrigen Kosten die private Krankenversicherung.


 

Wichtige Information

Bei Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion mit Symptomen wie

Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit 
und in den 14 Tagen vor Auftreten der Symptome 

  • engem Kontakt mit einer (wahrscheinlich) erkrankten Person

oder

  • Aufenthalt in einer betroffenen Region (z.B. China, Italien)

gehen Sie nicht in ein Spital oder eine Arztpraxis, sondern bleiben Sie zuhause.

Rufen Sie die Gesundheitshotline 1450 an, um das weitere Vorgehen abzustimmen.