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Der Verband der Privatkrankenanstalten mit neu gewähltem Präsidium


9. November 2015

Der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs blickt mit einem neu gewählten Präsidium in die Zukunft. Bei der Wahl im Rahmen der Generalversammlung am 6. November ist es zu personellen Veränderungen gekommen: Mag. Stefan Günther ist künftig als neuer Generalsekretär für den Verband tätig. Er übernimmt die Funktion von Mag. Cornelia Obermeier, MAS. Neu geschaffen wurde die Funktion eines weiteren Vizepräsidenten, die künftig von KR Dr. Georg Semler besetzt wird. Präsident des Verbandes bleibt Prim. Dr. Josef F. Macher. Alle drei gehen mit klaren Visionen an die Arbeit.

Präsident Prim. Dr. Josef F. Macher:

Zufrieden zieht Prim, Dr. Josef F. Macher, wiedergewählter Präsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs, seine Bilanz über die Arbeit der letzten Jahre. Er sieht diese unter dem großen Punkt „Schaffung einer Gemeinschaft trotz Konkurrenz“, der in Zukunft noch wichtiger wird. So gehören mittlerweile fast alle österreichischen Privatkliniken dem Verband an und entwickeln gemeinsam eine Zukunftsstrategie. Auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreichs, dem Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) und dem Bundesministerium für Gesundheit konnte intensiviert werden.  Gleichzeitig wurde die Präsenz des Verbandes nach innen und nach außen gestärkt. So ist besonders die Dienstleistungskomponente der Verbandsarbeit bei rechtlichen- und Qualitätsfragen nachdrücklich ausgeweitet worden.

Aufbauend auf der erfolgreichen Arbeit der letzten Jahre sieht Macher ebenso positiv in die Zukunft und möchte die Weiterentwicklung des Verbandes, aber auch die Nachhaltigkeit aller Aktivitäten in den Vordergrund stellen. Hier steht gleichermaßen das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt, wie Macher es zum Beispiel im Fall der Verhandlungen mit dem Versicherungsverband hervorhebt. Laut Macher ist eine strukturierte, gemeinsame Verhandlungskultur, bei der gemeinsame Interessen erkannt und gemeinsame Lösungen gefunden werden, besonders wünschenswert.

Allgemein betrachtet der Präsident des Verbands den Bereich Qualität, fachlich und strukturell, als die größte Stärke der Privatkrankenanstalten. Die persönliche Patientenbetreuung durch die freie Arztwahl ist immer noch eine der großen Säulen, die die privaten Krankenanstalten bieten. Gleichzeitig ist aber auch die Zusammenarbeit mit Spezialisten als großer Vorteil zu nennen, um eine lückenlose Versorgung der PatientInnen zu garantieren. Teambuilding wird hier in Zukunft noch wichtiger. Außerdem sind die Größen der Kliniken sehr überschaubar, wodurch es viel Raum für Individualität  und Privatsphäre bei der Versorgung der PatientInnen gibt.
Es gibt aber einen weiteren Punkt, auf den Macher sehr stolz ist: Die Privatkliniken arbeiten wirtschaftlich gesehen sehr straff durchkalkuliert bei gleichzeitig hoher Qualität, die auch regelmäßig vom PRIKRAF, der Sanitätsbehörde, etc. überprüft und bestätigt wird. So haben sich die Privatkrankenanstalten mittlerweile zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil des Gesundheitssystems entwickelt, einer stabilen Säule mit einer relevanten Größe.

Generalsekretär Mag. Stefan Günther:

Die Qualität der Arbeit der Privatkrankenanstalten hervorzuheben, das ist auch ein großes Anliegen des neuen Generalsekretärs Mag. Stefan Günther. Er möchte in seiner neuen Funktion die unterschiedlichen Gesundheitseinrichtungen, die der Verband umfasst, bekannter machen und deren Arbeit fördern. Seiner Meinung nach erlebt der Gesundheitsbereich aktuell einen Wandel, aus dem sich neue Herausforderungen ergeben. So werden zum Beispiel die Aufenthalte in den Akutkrankenanstalten immer kürzer und verlagern sich vermehrt in den Reha-Bereich. Dieser Entwicklung gerecht zu werden, ist nur möglich, wenn die Qualität der Behandlung permanent steigt.

Dies bedeutet darüber hinaus, dass die neue Herausforderung nur durch ein Vernetzen der verschiedenen Gesundheitsbetriebe zu bewältigen ist. Deswegen ist es umso wichtiger, dass der Verband weiterhin eine breite Plattform für die verschiedenen Krankenanstalten bietet, damit diese miteinander kommunizieren können. Denn im Endeffekt haben alle Betriebe das gemeinsame Ziel, die Gesundheit zu fördern, wofür ein ganzheitlicher Blick notwendig ist. Der neue Generalsekretär des Verbands der Privatkrankenanstalten sieht hier ein ideales Feld, um seine persönliche Erfahrung einzubringen. Günther hatte bereits Leitungsfunktionen in allen Sektionen der Privatkrankenanstalten inne (Akutkliniken, Rehakliniken, Pflegeeinrichtungen) und versteht es aus diesem Grund besonders, den Spagat zwischen den verschiedenen Anliegen zu meistern.

Die Gemeinsamkeit der einzelnen Betriebe liegt in der Qualität ihrer Arbeit, in medizinischer wie struktureller Hinsicht. Für die Zukunft gilt es laut Günther, die Aufmerksamkeit auf die Position der Privatkrankenanstalten als attraktiven Arbeitgeber mit qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen und spannenden Tätigkeitsfeldern zu lenken. Gleichzeitig sei aber auch die Wahrnehmung der Öffentlichkeit im Hinblick auf die hohe medizinische Qualität zu schärfen. So leisten zum Beispiel Rehakliniken deutlich mehr, als von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen, vor allem im Bereich Diagnostik. Gleichzeitig biete der Reha-Bereich ganz eigene Chancen bei der Arbeit mit den PatientInnen. Diese verbringen eine deutlich längere Zeit in den Rehakliniken als in den Akutkrankenanstalten. Es ist dort deshalb möglich, die PatientInnen ganzheitlich wahrzunehmen und sie dadurch intensiver zu betreuen. Dementsprechend möchte der neue Generalsekretär des Verbands klar vermitteln, dass Privatkrankenanstalten mehr bieten als Operationen, sondern mehr noch eine Langzeitkomponente und Pflege umfassen. Am Ende müsse das große Ziel für den Verband daher lauten, gemeinsame Interessen der Mitglieder zu finden und die Herausforderungen sowie gemeinsame Ziele herauszuarbeiten.

Vizepräsident KR Dr. Georg Semler:

Das Präsidium des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs wurde außerdem um einen weiteren Vizepräsidenten neben Mag. Werner Fischl verstärkt. Die Wahl für diese Funktion fiel auf KR Dr. Georg Semler. Auch er sieht „Gemeinschaft“ als wichtigstes Schlagwort. Den Herausforderungen, denen die österreichischen Privatkrankenanstalten gegenüber stehen, könne nur gemeinsam begegnet werden. In diesem Sinne gelte es, zusammenzurücken, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Teambuilding nach innen und ein gemeinsames Auftreten nach außen nennt Semler daher als die beiden großen Ziele seiner Arbeit.

Der neue Vizepräsident sieht den Verband als starke Interessensvertretung der österreichischen Privatkrankenanstalten und möchte diesen in Zukunft noch stärker als solchen positionieren. Die Mitwirkung an wichtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie den transformierten ÖSG-Kriterien, ist für ihn genauso essentiell wie die Kollektivvertragsverhandlungen und die Tarifverhandlungen mit dem Verband der Versicherungsunternehmen. Zugute kommt ihm in diesem Punkt die jahrzehntelange Erfahrung als Interessensvertreter und die damit verbundene Verhandlungsroutine.

Semler erachtet es ebenso als besonders wichtig, darüber zu informieren, was Privatkrankenanstalten leisten und leisten können. Es gilt, die Qualitäten aufzuzeigen. Dazu gehören die freie Arztwahl auf höchstem medizinischem Niveau, keine Wartelisten bei Operationen, aber desgleichen die individuellen Stärken und Besonderheiten der einzelnen Kliniken.


 

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