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VPKA-Kongress: Johannes Ambros über die innovative, zukunftsorientierte Lösung ebody für Gesundheitsbetriebe


19. September 2017

Für den 1. Kongress des Verbands der Privatkrankenanstalten wurden exklusiv für unsere Mitglieder ExpertInnen der Branche ausgewählt, um das brisante Thema „E-Health“ von allen Seiten zu beleuchten.

In der folgenden, auf www.privatkrankenanstalten.at erscheinenden Interviewreihe erhalten Sie nicht nur Informationen über die Vorträge, Sie gewinnen so auch einen spannenden Überblick über neuartige Innovationen, Technologien und Strategien für die Gesundheitsbranche der Zukunft.

Ebody: Wie durch ein webbasiertes Informationssystem Krankenhausprozesse optimiert werden können

Mag. Johannes Ambros ist Geschäftsführer der Humanomed IT Solutions GmbH. Diese entwickelte die IT-Lösung Ebody, welche darauf abzielt, praxisnah mit der Unterstützung aller in einer Klinik tätigen Berufsgruppen entwickelt, Prozesse im Krankenhaus deutlich einfacher, effizienter und effektiver zu gestalten.

 

Herr Mag. Ambros, wie würden Sie das Idealbild von einem zukunftsgerichtetem, Trend-setzendem Krankenhaus beschreiben?

PatientInnen werden in Zukunft ihr Wissen über Ihre Gesundheit und Krankheit aus unterschiedlichen Quellen beziehen. Durch Smartphones, Tablets, Fitnessarmbändern oder Smartwatches werden die PatientInnen von morgen ständig und überall auf ihre Daten zugreifen können. Ergänzt wird das ganze durch Gesundheits-Apps, mit deren Hilfe die PatientInnen bewusst ihre Gesundheit positiv zu beeinflussen versuchen. Das heißt unsere PatientInnen werden zu selbstbewussten Gesundheitskonsumenten, die ihre ÄrztInnen und ihre Krankenhäuser als weitere Dienstleister verstehen, mit denen sie sich austauschen.

Die Bedeutung der Gesundheit wird wichtiger, Gesundheit gilt als Investment

Traditionell findet medizinische Versorgung oder Beratung dann statt, wenn Symptome auftauchen oder wenn sich Krankheiten äußern. In der Gesundheitsversorgung der Zukunft werden von Gesunden wie auch Kranken kontinuierlich und individuell Daten erhoben und voranalysiert werden können.

Das Krankenhaus der Zukunft stellt sich diesen Herausforderungen und nutzt den unaufhaltbaren Prozess der Digitalisierung, um die Arbeit für die einzelnen Berufsgruppe zu erleichtern und miteinander digital zu vernetzen.

Was würden Sie Kliniken raten, wenn es um Innovationsbereitschaft und die Implementierung neuer Technologien geht?

Der Schritt in Richtung Digitalisierung ist ein Schritt in Richtung der Verbesserung der Prozesse im Krankenhaus. Eine Einführung von neuen Technologien sollte immer verbunden sein mit der Offenheit aller Beteiligten, sich auf Verbesserungsmöglichkeiten einzulassen, um den zukünftigen Arbeitsalltag besser zu gestalten. Das erfordert bei der Einführung einer neuen Software ein parallel geführtes Projekt zur Prozessgestaltung und -optimierung über die Berufsgruppen hinweg.

Was ist in Ihren Augen der größte Vorteil digitaler Lösungen im Krankenhaus?

Im heutigen Stand des technischen Fortschritts ist vor allem die Mobilität als wesentlicher Benefit der Digitalisierung in Kliniken anzusehen. Durch den Einsatz von mobilen Endgeräten kommt es zu einer Beschleunigung der Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren. Was gestern auf Papier stand und immer nur für denjenigen lesbar war, der den Akt in den Händen hält, wird heute elektronisch am Point of Care erfasst und steht unmittelbar allen Usern zur Verfügung, die diese Information benötigen. Das steigert deutlich die PatientInnensicherheit, verbessert die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppe, erhöht die Effizienz und schafft Zeit, sich um das Wesentliche zu kümmern: die PatientInnen.

Dieser Benefit zeichnet auch die von der Humanomed IT Solutions GmbH entwickelte Lösung Ebody aus. Können Sie diese und ihren Nutzen für Kliniken kurz näher beschreiben?

Ebody ist ein webbasiertes Informationssystem, das die Bereiche Medizin, Pflege und Verwaltung miteinander verbindet. Sein modularer Aufbau ermöglicht den differenzierten Einsatz bei unterschiedlichen Anwendern mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Prozessen – vom Krankenhaus bis hin zur Arztpraxis.

Was war bei der Entwicklung besonders wichtig?

Ebody wurde in der Humanomed in enger Zusammenarbeit mit ÄrztInnen, PflegemitarbeiterInnen und Verantwortlichen aus der Verwaltung entwickelt. Klarer Fokus in der Entwicklung lag auf hohe Praxisrelevanz und einfache Anwendung. Ebody ist webbasierend und somit auf allen Endgeräten mobil einsetzbar, mit entsprechenden Berechtigungen auch außerhalb der Klinikstandorte. Ebody ist modular aufgebaut und kann individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Prozesse der Anwender angepasst werden. Das schafft eine hohe Akzeptanz bei den MitarbeiterInnen.

Johannes Ambros