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VPKA-Kongress: Franz Dornig über künstliche Intelligenz und wie die Privatmedizin sie nutzen kann


26. September 2017

 

Für den 1. Kongress des Verbands der Privatkrankenanstalten wurden exklusiv für unsere Mitglieder ExpertInnen der Branche ausgewählt, um das brisante Thema „E-Health“ von allen Seiten zu beleuchten.

In der folgenden, auf www.privatkrankenanstalten.at erscheinenden Interviewreihe erhalten Sie nicht nur Informationen über die Vorträge, Sie gewinnen so auch einen spannendenden Überblick über neuartige Innovationen, Technologien und Strategien für die Gesundheitsbranche der Zukunft.

Künstliche Intelligenz und wie die Privatmedizin sie nutzen kann

Franz Dornig ist Manager bei IBM Austria und Experte für kognitive Assistenzlösungen. Diese Systeme eröffnen neue, vielversprechende Möglichkeiten der Informationsverarbeiten und ermöglichen eine Partnerschaft zwischen Mensch und Computern. Gerade Gesundheitsbetriebe, die über sehr große und heterogene Datenmengen verfügen, können besonders von der neuen Technologie profitieren.

Herr Dornig, wie kann innovative Technologie in einem zukunftsgerichtetem, Trend-setzendem Krankenhaus bestenfalls eingesetzt werden?
Der Mensch steht im Mittelpunkt und Technologie unterstützt: ÄrztInnen, PatientInnen, Pflegepersonal und Administration.
Die Rolle der Digitalisierung kann hier kaum überbewertet werden. Wir befinden uns in einer Zeit exponentieller technologischer Beschleunigung, die auch im Gesundheitswesen neue Potentiale aufdeckt. Die Bereiche sind breit gestreut und gehen von Internet-of-Things-Anwendungen, über BigData Lösungen hin zu neuen Werkzeugen, die Kollektive Intelligenz nutzen.

Was ist hier Ihrer Meinung nach besonders hervorzuheben?
Kognitive Technologien, also Systeme, die unstrukturierte Daten verstehen und interpretieren können, die aus diesen Daten Hypothesen aufbauen und bewerten und Experten in natürlicher Sprache mit Vorschlägen unterstützen.
IBM entwickelt so Gesundheitslösungen auf der Basis einer kognitiven Plattform. Im Gesundheitsbereich sind dies Lösungen, die auf dem linguistischen Verstehen medizinischer Texte (wie Krankengeschichte, Literatur oder Guidelines) basieren und das klinischen Personal unterstützen. Sei es beim Auffinden relevanter Information, der entsprechenden LKF-Codierung, einen Überblick über den umfangreichen Gesundheitsakt (Patient Summary) zu erhalten oder bei der Analyse großer Mengen von unstrukturierten Daten. Dies beinhaltet auch entscheidungsunterstützende klinische Lösungen wie Watson for Oncology, Watson for Clinical Trial Matching oder Watson for Genomics.