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VPKA-Kongress: Anton Jenzer über die EU-Datenschutzverordnung


6. September 2017

Für den 1. Kongress des Verbands der Privatkrankenanstalten wurden exklusiv für unsere Mitglieder ExpertInnen der Branche ausgewählt, um das brisante Thema „E-Health“ von allen Seiten zu beleuchten.

In der folgenden, auf www.privatkrankenanstalten.at erscheinenden Interviewreihe erhalten Sie nicht nur Informationen über die Vorträge, Sie gewinnen so auch einen spannendenden Überblick über neuartige Innovationen, Technologien und Strategien für die Gesundheitsbranche der Zukunft.

Die EU-Datenschutzverordnung – und ihre Herausforderungen für die Privatkliniken

Anton Jenzer ist seit 2009 Präsident des Dialog Marketingverbandes Österreich (DMVÖ), der mit über 500 Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen eines der führenden Verbände in der österreichischen Kommunikationsbranche ist.

In dieser Funktion befasst er sich insbesondere auch mit dem zentralen Thema Datenschutz  – insbesondere in Hinblick auf die im nächsten Jahr in Kraft tretende EU-Datenschutzverordnung, die alle Branchen gleichermaßen vor neue Herausforderungen stellt.

Herr Jenzer, wie würden Sie das Idealbild von einem zukunftsgerichtetem, Trends-setzendem Krankenhaus beschreiben?

Als PatientInnen-orientiert, d.h. alle Prozesse und Abläufe werden aus der Warte der PatientInnen gedacht und entsprechend umgesetzt. Im Marketing nennt man das „Outside-Inside“.

Welche Rolle spielt hierbei die neue Datenschutzverordnung, die ab Mai 2018 in Kraft treten wird?

Die Verordnung stärkt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger, also aus Sicht der Kliniken der potentiellen PatientInnen. Sie soll für diese mehr Transparenz schaffen: Welche Daten über Sie gespeichert sind und welche Daten verwendet werden.

Die Datenschutzverordnung bedeutet für so manche Einrichtung viel Aufwand. Gibt es durch die Datenschutzverordnung auch Vorteile, von denen die Kliniken profitieren können?

Sicherlich! Krankenhäuser, die transparent und nachvollziehbar mit Daten umgehen, werden dadurch auch ihre Reputation steigern. Der erfolgreiche Einsatz neuer Technologien heißt auch immer, die datenschutzrechtlichen Aspekte mit einzubeziehen.

Welche Empfehlungen können Sie Kliniken gegenüber aussprechen, wenn es um die Vorbereitung auf die Datenschutzverordnung geht?

Ich kann den Häusern empfehlen, sich zu informieren und gegebenenfalls den Rat von ExpertInnen einzuholen. Und natürlich bis zum Inkrafttreten der Verordnung am 25. Mai 2018 die notwendigen Dinge umzusetzen.