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SCHWERPUNKT REHA: Die Rehabilitationsklinik als Arbeitsplatz


27. September 2016

In unserem Reha-Schwerpunkt stellen wir Ihnen die privaten Rehabilitationseinrichtungen Österreichs, ihr Leistungsspektrum und ihre Zukunftsvisionen vor. In diesem Beitrag steht die Rehabilitationsklinik als Arbeitsplatz im Fokus.

„Zeit“ ist das Stichwort, wenn Beschäftigte aus der Reha-Branche den großen Vorteil ihres Arbeitsfelds benennen. Denn: Krisensicherheit, Vielfalt, Innovationsfreude und vor allem Wachstum bietet sie wie andere Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich auch. Doch das Zeitbudget, das ÄrztInnen und das Pflegepersonal für die Behandlung Ihrer PatientInnen zur Verfügung haben, scheint nirgendwo so groß wie hier.

Der Patient im Zentrum: Pflegekräfte und ÄrztInnen sind am dringendsten gesucht

„Die PatientInnen sind länger bei uns als auf einer Akutstation, wodurch man sie besser kennen lernt und auch ihren Fortschritt besser wahrnimmt.“, berichtet DGKS Jutta Henkel, die seit fünf Jahren in der Privatklinik Laßnitzhöhe mit dem Schwerpunkt orthopädischer und neurologischer Rehabilitation als Stationsleitung tätig ist. Durch die geringere Anzahl von Akutereignissen ist auch im Klinikalltag deutlich mehr Zeit für PatientInnenkontakt als in einer Akutklinik. Ein angenehmes Arbeitsumfeld nicht nur für Pflegekräfte, sondern gerade auch für ÄrztInnen.

„Je empathischer und je kontaktfreudiger man in Bezug auf den PatientInnenkontakt ist, desto glücklicher wird man in der Rehabilitation sein.“, bekräftigt Primar Dr. Walter Kreuzig, Ärztlicher Leiter der Privatklinik Laßnitzhöhe.  Vor allem Teamworker sind hier am richtigen Fleck, denn mehr noch als in anderen Einrichtungen, muss in einer Reha-Klinik im Team gearbeitet werden. Die verschiedensten Berufsgruppen, von der Physiotherapie über die Diätologie bis hin zur Neurologie müssen Diagnostik sowie Behandlungspläne engmaschig besprechen und immer wieder auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Davon profitieren nicht nur die PatientInnen, die im Zentrum einer ganzheitlichen, multi-professionellen Therapie stehen, sondern auch das kollegiale Arbeitsklima unter den Beschäftigten selbst – dies bezeugt besonders die niedrige Fluktuationsrate des Personals, welche die privaten Rehabilitationseinrichtungen aufweisen.

Geringer Zeitdruck bei interessantem wissenschaftlichem Spektrum

Primar Dr. Christian Wiederer, Ärztlicher Direktor im Klinikum Baden, sieht die große Zufriedenheit darüber hinaus auch durch einen anderen Aspekt der Arbeitsbedingungen begründet: „Den großen Zeitdruck, unter dem die Ärztinnen und Ärzte im Dienst in der Akutmedizin leiden, den können wir unserer Ärzteschaft nehmen. Natürlich gibt es auch in der Rehabilitation Nachtdienste, die von unseren erfahrenen ÄrztInnen durchgeführt werden, die die medizinische Situation der einzelnen PatientInnen, die 3 Wochen im Haus betreut werden, genau kennen. Dieses patientenbezogene Wissen erleichtert das Vorgehen bei medizinischen Zwischenfällen und gibt den Ärztinnen, der Pflege und schlussendlich auch den PatientInnen bei Zwischenfällen im Handeln Ruhe und Sicherheit. Die stressbeladene Begutachtung ambulanter NotfallspatientInnen oder Akutaufnahmen auf die Station kommt in diesen Nachtdiensten nicht vor.“

Gleichzeitig hat sich in den letzten Jahrzehnten das diagnostische Feld und das Behandlungsspektrum der Rehabilitationskliniken tiefgreifend verändert: „In der Rehabilitation hat sich eine für Ärzte interessante, qualitativ hochwertige Diagnostik und Therapie etabliert“, so Primar Priv.-Doz. Dr. Andreas Tomaschitz, Ärztlicher Direktor des Klinikum Bad Gleichenbergs. „Durch die zunehmende Bedeutung der Rehabilitationsmedizin ist in diesem Bereich ein weiterer Aufschwung der Forschung mit einer Vielzahl von spannenden, wissenschaftlichen Projekten zu erwarten.“

ÄrztInnen als Lotsen

Die Rehabilitation ist folglich ein Arbeitsgebiet in der Humanmedizin, in dem vielerlei Berufsgruppen abwechslungsreich und zukunftsorientiert zusammenarbeiten. Anders als bei der Akutversorgung muss bei Diagnose und Therapie verstärkt der ganze Lebenshintergrund der PatientInnen miteinbezogen werden. Dafür ist sowohl in der Pflege als auch bei der Ärzteschaft besonders viel Empathie und Kommunikation mit den PatientInnen erforderlich.  Tomaschitz resümiert: „Der Mediziner übernimmt für den Patienten die Aufgabe eines Lotsen, der zu einer Verzahnung der Bereiche Prävention, Kuration, Rehabilitation und Pflege beiträgt.“

 

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