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Privatkrankenanstalten bieten deutliche Verbesserungen für Beschäftigte


21. Juli 2017

Die KV-Verhandlungen 2017 zwischen der Gewerkschaft vida und dem Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs konnten nach der 8. Runde erfolgreich abgeschlossen werden. Verhandlungsführer und Generalsekretär des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs Mag. Stefan Günther spricht sich positiv zum Verhandlungsergebnis aus: „Nachdem in diesem Jahr lange und intensiv verhandelt wurde, können sich unsere MitarbeiterInnen und Betriebe gleichermaßen über einen optimalen Abschluss freuen.“ Dieser beinhaltet u.a. einen Mindestlohn von € 1.500,00, eine merkliche Anhebung der kollektivvertraglichen Entlohnungshöhe sowie diverse Schemaumstellungen mit Steigerungen zwischen 2,23% und 24,8% sowie die Einführung eines Ärzteschemas für private Akutkliniken.

Das Letztangebot, das der Gewerkschaft vida vom Verband der Privatkrankenanstalten unterbreitet wurde, gab den Ausschlag: Nach 8 Runden intensiver Verhandlung ist nun ein Abschluss erreicht. „Die Erwartungen seitens der Gewerkschaft sind mit dem Vergleichsmaßstab der öffentlichen Krankenhausträger heuer hoch gesteckt gewesen“, berichtet Günther über die Verhandlungssituation. Um unter dieser Ausgangslage die bestmögliche Lösung zu erarbeiten, fanden auf Vorschlag der Privatkrankenanstalten zusätzlich zu den Verhandlungstagen diverse Arbeitsgruppensitzungen mit der Gewerkschaft statt, in denen konstruktive Lösungen erarbeitet werden konnten.

MitarbeiterInnen profitieren von merklichen Erhöhungen und Schema-Umstellungen
„Wir schätzen die Arbeit und das Engagement unserer MitarbeiterInnen und das muss sich natürlich auch in ihrer Entlohnung niederschlagen. Trotzdem sind die österreichischen Privatkrankenanstalten wirtschaftliche Unternehmen, die sich im Unterschied zu Gesundheitseinrichtungen anderer Kostenträger komplett selbst erhalten müssen und etwaige Abgänge nicht über die öffentliche Hand ausgleichen können“, so Günther. Unter diesen nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen ist dennoch ein sehr ansehnliches Gesamtpaket für 2017 verhandelt worden:

Einigen konnten sich die Verhandlungsparteien auf eine merkliche Erhöhung der kollektivvertraglichen Entlohnung – wie etwa im Krankenpflegebereich um bis zu 6,93%. Zudem sorgen Schema-Verbesserungen für Steigerungen zwischen 2,23% und 24,8%. Für die hinkünftig in den privaten Akutkliniken tätigen ÄrztInnen gibt es ab dem KV 2017 ein eigenes Gehaltsschema. Nicht zuletzt wurden auch die Verankerung des „Papa-Monats“ im KV sowie die Einführung eines kollektivvertraglich gesicherten Mindestlohns von € 1.500,00 paktiert.

Spagat zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Interessen gemeistert
Die Privatkrankenanstalten Österreichs sind eine äußerst heterogene Gruppe, die schwer über einen Kamm zu scheren ist. In einer Mehrzahl der Betriebe werden erheblich über die im KV geregelten Mindeststandards hinaus freiwillige Leistungen vereinbart. Besonders erfreulich sei, laut Günther, dass der schwierige Spagat zwischen den divergierenden Interessen gemeistert wurde.

Neben den finanziellen Zuwendungen werden das außerordentliches Engagement und die Leistung in den Privatkliniken mit zusätzlichen Benefits und persönlicher Anerkennung honoriert. Denn, so bekräftigt Günther: „Nur, wenn es unseren MitarbeiterInnen gut geht, können Sie optimal für unsere PatientInnen da sein.“