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Privatklinik Döbling: 3D-Navigationssystem für mikrochirurgische HNO-Eingriffe


7. Dezember 2017

Als erste Privatklink Wiens nützt die Privatklinik Döbling ein computerbasiertes Navigationssystem für mikrochirurgische Eingriffe im HNO-Bereich. Speziell zur Sanierung von Nasennebenhöhlen wird dieses innovative Verfahren eingesetzt. Es unterstützt einen exakten operativen Eingriff, der dadurch kürzer und für den Patienten schonender ist.

Druck auf der Stirn, den Augen- und Kieferhöhlen, am Hinterkopf und mindestens 3 Wochen gelb-grünes Sekret im Taschentuch, trotz Behandlung. Das sind die Symptome einer Nebenhöhlenentzündung, die oft mehrmals jährlich auftreten kann. Sie behindern oft zusätzlich die Nasenatmung, wodurch der Leidensdruck der Betroffenen noch steigt. Fast jeder vierte Österreicher kämpft mit einer Nasennebenhöhlen-Erkrankung. Ein chirurgischer Eingriff ist sinnvoll, wenn trotz antibiotischer Therapie und mehrwöchiger Anwendung kortisonhältiger Nasensprays die Symptome fortbestehen.

„Seit kurzem können wir HNO-Operationen mit einem computerbasierten Navigationssystem durchführen, was speziell bei heiklen Gewebestrukturen viele Vorteile bringt“, so Primarius Univ.-Prof. Dr. Christian Kainz, Ärztlicher Leiter der Privatklinik Döbling. Er freut sich dieses Verfahren, das bisher nur in öffentlichen Spitälern verfügbar war, für seine HNO-Fachärzte und -Chirurgen im Haus zu haben.

Operieren ohne Strahlenbelastung

Das Navigationsverfahren basiert auf einem Bilddatensatz, der aus der Computertomografie kommt. Damit wird von den Nasennebenhöhlen des Patienten ein dreidimensionales Bild erzeugt, das während der Operation (OP) am Bildschirm aufscheint. Vor der OP tastet der Chirurg mit einem speziellen Instrument die Oberfläche des Gesichtes ab und erzeugt so Bezugspunkte, die mit dem gespeicherten Datensatz abgeglichen werden. So sind während der OP nicht nur die anatomischen Bedingungen, sondern auch die Positionen der Instrumente immer gut sicht- und lokalisierbar. Das unterstützt den erfahrenen Chirurgen und macht diese Eingriffe auch in komplizierten Fällen sehr sicher.

Dieses Verfahren funktioniert auf elektromagnetischer Basis ohne jegliche Strahlenbelastung. Es eignet sich unter anderem auch für die Beseitigung von ausgedehnten Polypen und Tumoren. Die meisten Patienten können minimal-invasiv – also ohne Hautschnitt – operiert werden und so im Regelfall bereits am Tag nach dem Eingriff die Klinik wieder verlassen.