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Pioniere der Qualitätsarbeit: Immer mehr Aufenthalte in österreichischen Privatkliniken


14. Oktober 2016

Der soeben erschienene Jahresbericht des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF) zeigt deutlich, dass sich immer mehr Menschen in Österreich für eine Privatklinik entscheiden: 97.279 Aufenthalte wurden im Jahr 2015 verzeichnet. Maßgeblich für die steigende Nachfrage von Seiten der PatientInnen ist die Qualitätsarbeit der österreichischen Privatkliniken, die jährlich vom PRIRKAF überprüft und evaluiert wird.

Mehr Aufenthalte bei weniger Behandlungstagen

Die Anzahl der Aufenthalte in den österreichischen Privatkliniken steigt stetig, das zeigt der vor wenigen Tagen veröffentlichte Tätigkeitsbericht des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds (PRIKRAF). Die Bilanz des Jahres 2015 verzeichnet ein Plus von mehreren Hundert Aufenthalten im Vergleich zum Vorjahr und setzt damit den anhaltenden Trend fort: Seit 2012 stieg die Zahl der Aufnahmen um insgesamt 3.314 Aufenthalte (3,5%). Die Mehrheit davon sind in Wien verortet (37%), gefolgt von der Steiermark (23%). Die PatientInnen der Privatkliniken Österreichs sind im Durchschnitt 60,73 Jahre alt, ein Großteil von ihnen ist weiblich (60,1%).

Weitere wichtige Daten des PRIKRAF Jahresberichts 2015

–          Die Zahl der Behandlungstage sinkt beständig. Ein Aufenthalt hatte durchschnittlich 4,23 Behandlungstage. Zum Vergleich: 2014 lag die Aufenthaltsdauer noch bei 4,37 Tagen.

–          9,4% der Aufenthalte waren als 0-Tagesaufenthalte, also ambulante Aufenthalte. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt hier 14,5%.

–          Die Mehrheit der Behandlungen entfiel auf folgende Hauptdiagnosegruppen: „Bewegungsapparat“ (20,0%), „Schädel, Gehirn, Nervensystem“ (11,8%), „Augen, Orbita“ (11,8%) und „Entbindung“ (7,7%)

Mag. Stefan Günther, Generalsekretär des Verbands der Privatkrankenanstalten erklärt das Vertrauen, das in die privaten Krankenhäuser gesetzt wird, mit deren kontinuierlichem Qualitätsmanagement: „Die österreichischen Privatkliniken leisten ausgezeichnete Qualitätsarbeit – durch den PRIKRAF wird diese anhand von transparenten Daten jedes Jahr überprüft und so der Öffentlichkeit gegenüber klar kommuniziert und sichtbar gemacht.“

Transparenz der Qualitätsarbeit

Eine der Kernaufgaben des PRIKRAF ist – neben der Finanzierung – die Qualitätssicherung. Qualitätsstandards in Privatkliniken sichtbar und vergleichbar zu machen wird durch Überprüfung der Einhaltung der Qualitätskriterien, die im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) gesetzlich festgelegt sind ermöglicht. Mit der Teilnahme der Privatkliniken an A-IQI (Austrian Inpatient Quality Indicators) ist eine Ergebnisqualitätsmessung aus Routinedaten möglich. Dadurch können statistisch auffällige Ergebnisse evaluiert, Behandlungserfolge und Verbesserungsmöglichkeiten effektiv aufgezeigt werden.

Um die Arbeit der österreichischen Privatkliniken so transparent wie möglich zu machen, werden seit dem Vorjahr darüber hinaus auch die Branchenergebnisse der Strukturen und Instrumente dieser  Qualitätsarbeit im Jahresbericht dargestellt. Für Mag. Herbert Schnötzinger, Geschäftsführer des PRIKRAF, haben die Privatkliniken damit eine Sonderstellung: „Qualitätsarbeit steht im Fokus des PRIKRAF, nicht nur aufgrund eines gesetzlichen Qualitätssicherungsauftrages, sondern mit der Überzeugung, dass hohe Qualität auch Kosten senkt. Mit Transparenz und Professionalität wollen wir kontinuierliche Verbesserungsprozesse montieren und begleiten. Die im Jahresbericht enthaltene Branchenauswertung der Strukturen und Instrumente der Qualitätsarbeit gibt es in der Form nur beim PRIKRAF.“

Den gesamten PRIKRAF-Jahresbericht 2015 finden Sie hier.