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Fachwissen auf höchstem Niveau im Dialysezentrum der Privatklinik Wehrle-Diakonissen


20. März 2018

Als Leiter der Dialyseabteilung an der Privatklinik Wehrle-Diakonissen sieht der Nephrologe OA Dr. Martin Gerke täglich, wohin Nierenerkrankungen führen können. Die chronische Nierenschwäche ist auch in Österreich im Vormarsch. Wer nicht rechtzeitig vorsorgt, ist meist auf die künstliche Blutwäsche oder eine Spenderniere angewiesen.

Sie arbeiten rund um die Uhr und filtern täglich 1.800 Liter Blut. Obwohl die Nieren lebenswichtig sind, wissen die meisten Menschen kaum etwas über die etwa zehn Zentimeter kleinen, bohnenförmigen Organe in ihrem Körper.

In Österreich leiden etwa 400.000 Menschen an einer chronischen Nierenschwäche, der so genannten Niereninsuffizienz. „Die Tendenz ist leider steigend“, sagt OA Dr. Martin Gerke, Nierenspezialist und Leiter der Dialyse an der Privatklinik Wehrle-Diakonissen. „Die Nierenschwäche geht immer mit einem hohen Risiko für Herzerkrankungen und Gefäßverkalkungen einher. Wird sie übersehen oder nicht richtig behandelt, kann eine künstliche Blutwäsche mittels Dialyse erforderlich werden.“

Nierenexperten plädieren schon längst dafür, die regelmäßige Nierenvorsorgeuntersuchung mehr ins Bewusstsein zu rücken. Dies gilt insbesondere für Diabetiker, Fettleibige und Bluthochdruckpatienten, denn sie stellen mit fast 50 Prozent den höchsten Anteil der Dialysepatienten. „Bislang wurde allgemein viel zu wenig in Sachen Vorsorge getan“, stellt OA Dr. Gerke fest. „Dabei gibt es gute Früherkennungsmarker, die es ermöglichen, durch rechtzeitiges Eingreifen ein Fortschreiten des Nierenfunktionsverlustes zu verzögern.“ Hinweise sind etwa hoher Blutdruck, Wasseransammlungen oder Blut bzw. Eiweiß im Harn. Ein erhöhter Kreatininwert im Blut ist bereits ein Zeichen für eine um mindestens 50 Prozent verschlechterte Nierenfunktion und sollte unbedingt weiter abgeklärt werden.

Die Dialyseabteilung der Privatklinik Wehrle-Diakonissen wurde 2014 neu gebaut und bietet in- und ausländischen Patienten eine moderne Infrastruktur mit 15 Dialysemaschinen. Über 10.000 Dialysen wurden im Jahr 2017 durchgeführt. Für die Betreuung der rund 70 Dauerpatienten sorgen 15 Dialyse-Mitarbeiter, Fachärzte für Innere Medizin mit Additivfach Nephrologie, Allgemeinmediziner sowie eine Diätologin.

OA Dr. Martin Gerke im Gespräch mit einer Dialysepatientin ©PremiQaMed Group