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Medizin Blog: Public Health-Studie stellt erneut positive Wirkung von Grünflächen unter Beweis


14. April 2016

Dass Grünflächen eine positive Wirkung auf Wohlbefinden und Gesundheit haben, ist bereits mehrfach wissenschaftlich untermauert worden. Die aktuelle Studie der MedUni Wien stellt nun unter Beweis, dass private Gärten als signifikant erholsamer eingestuft werden als etwa private Wohnzimmer, Balkone oder Terrassen.

Dabei ist der Erholungsfaktor umso höher, je mehr Natürlichkeit der jeweilige Garten aufweist. Bei der von der Gesundheitspsychologin Renate Cervinka und Kollegen erhobenen Studie spielte für die rund 800 Befragten zwischen 16 und 82 Jahren weder Alter noch Geschlecht eine Rolle. Allerdings schränkt Cervinka ein: „Der Grad der Erholung hängt wesentlich davon ab, wie sehr die Person fähig ist, abzuschalten.“ Das erholsame Potenzial der Grünfläche kann folglich nur dann bestmöglich ausgeschöpft werden, wenn alltägliche Belastungen bei der Nutzung losgelassen werden können.

Die in der Fachzeitschrift Urban Forestry & Urban Greening veröffentlichte Studie liefert nicht nur Erkenntnisse für die Alltags- und Gartengestaltung von Privatpersonen, besonders die Bereiche Public Health, Healing Environment und Green Care können von ihnen profitieren. Eine Folgestudie, die die Erhebungen über die gesundheitsförderliche Wirkung privater Gärten vertieft, ist bereits in Arbeit. Diese beinhaltet darüber hinaus die Wichtigkeit therapeutischer Gärten.

Die ganze Studie ist (bis zum 29.04.2016 kostenlos) unter diesem Link einsehbar.