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Medizin Blog: Die Implementierung von Qualitätsmanagementsystemen am Beispiel der Privatklinik „Goldenes Kreuz“


23. November 2015

Die Grundlage optimaler medizinischer Behandlungsergebnisse ist erstklassige Qualität. Aus diesem Grund ist aus dem privaten Gesundheitssektor die reliable Prüfung und Erfüllung von Qualitätskriterien nicht mehr wegzudenken. Zusätzlich zu den gesetzlich verankerten Messverfahren und Richtlinien entscheiden sich immer mehr der österreichischen Privatkrankenanstalten dafür, weitere evidenzbasierte Modelle des Qualitätsmanagements umzusetzen. Doch welchen Mehrwert bringt externe Zertifizierung tatsächlich?

QZ, die führende deutschsprachige Fachzeitschrift für Qualitätsmanagement in Industrie und Dienstleistung, hat über die Implementierung eines prozessorientierten Qualitätsmanagements am Beispiel der Privatklinik „Goldenes Kreuz“ in Wien berichtet.

Die Entscheidung für ein bestimmtes Modell des Qualitätsmanagements ist für die Kliniken individuell zu treffen, jeweils angepasst an die einzelnen Struktur- und Prozessgegebenheiten sowie die Vorstellungen bezüglich Input und Outcome. Mit dem Ziel, „ein gemeinsames Qualitätsverständnis zu erarbeiten und dabei das ‚Wir-Gefühl‘ zu stärken“, hatte sich die Klinikleitung des „Goldenen Kreuzes“ im Jahr 2009 für die Einführung des Excellence-Model der European Foundation for Quality Management (EFQM) entschieden.

Wichtig war der Führung nicht nur die Sichtbarmachung exzellenter Qualitätsleistungen nach außen, sondern gleichermaßen eine nachhaltige interne Verbesserung von Prozess- und Strukturqualität. Der Vorteil des ganzheitlichen Rahmens mit hoher Praxisorientierung des EFQM-Modells zeigte bereits in der frühen Projektphase eine Qualitätssteigerung. Aus Mitgliedern der Leitung, Primarärzten, Bereichsleitern und Basismitarbeitern wurden in Phase 1 Prozessteams gebildet, welche bei der Ausarbeitung der Prozesse ihr Fachwissen und Verbesserungsideen einbringen konnten. So regte nicht nur die schrittweise Zertifizierung von Abteilungen der Klinik in den folgenden Jahren (Abteilung Darmkrebsvorsorge, Brustgesundheits-  und Endometriose-Zentrum) zu weiterer intensiver Prozessarbeit an, vielmehr war die konstante Beteiligung aller Mitarbeiter Motor für die motivierte Optimierung des Qualitätsmanagements nach den Kriterien des EFQM-Modells.

Die im QZ-Magazin nachlesbare, detaillierte Betrachtung der unterschiedlichen Projektphasen und deren Anforderungen macht sehr deutlich, dass die Implementierung des Qualitätsmanagement-Systems EFQM und dessen nachhaltige Umsetzung im „Goldenen Kreuz“ nicht nur die Kundenzufriedenheit und die Qualität der Behandlungsergebnisse gesteigert hat und steigert, sondern desgleichen die Zufriedenheit der Mitarbeiter innerhalb ihres Betriebs profitiert.

Die stete Einbeziehung aller Ebenen des Personals und die Berücksichtigung dessen Ideen und Anregungen bei der Ausarbeitung von Prozessen und Zielsystemen bilden den Grundstein für eine solide Basis der Unternehmenssteuerung. Der lückenlose Austausch zwischen allen Ebenen der Mitarbeiterschaft fördert ein positives Betriebsklima und geht darüber hinaus mit einer optimalen Umsetzung der vereinbarten Ziele einher.

Als zentraler Erfolgsfaktor für ein Unternehmen ist ein optimales Qualitätsmanagement kein zeitlich determiniertes Projekt: Im Falle der EFQM-Implementierung im „Goldenen Kreuz“ bedeutet dies, dass, nach der Auszeichnung mit „Committed to Excellence“ in Phase 3 des Projekts, der Weg einer Optimierung der Qualitätsleistungen im Sinne von „Recognized for Excellence“ kontinuierlich weiter beschritten wird.

Für mehr Informationen bezüglich der Zertifizierungen der österreichischen Privatkrankenanstalten, beachten Sie die Registerkarten „Auszeichnungen“ auf den Detailseiten unserer Mitgliedskliniken. Zusätzliche Auskunft geben die hauseigenen Websites der einzelnen Kliniken (Links in der Übersicht).