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PRIKRAF-Geschäftsführer Mag. Schnötzinger im Interview zum aktuell erschienenen PRIKRAF-Jahresbericht


17. Oktober 2016

Der PRIKRAF Jahresbericht 2014 stand unter dem Fokus Qualitätsarbeit: Welchen Schwerpunkt gab es im Jahresbericht 2015?

Qualitätsarbeit ist zentraler Fokus im PRIKRAF, nicht nur aufgrund eines gesetzlichen Qualitätssicherungsauftrages sondern aus Überzeugung, dass Qualität auch Kosten senkt. Mit Transparenz und Professionalität wollen wir kontinuierliche Verbesserungsprozesse montieren und begleiten. Die im Jahresbericht enthaltene Branchenauswertung der Strukturen und Instrumente der Qualitätsarbeit in den Privatkliniken gibt es in der Form nur beim PRIKRAF.

Wie wurde die verstärkte Sichtbarmachung der Einhaltung und Überprüfung von Qualitätskriterien im letzten Jahr aufgenommen und hatte es Auswirkung auf den diesjährigen PRIKRAF Jahresbericht?

Grundlage für die Abrechnung von komplexen medizinischen Leistungen sind Nachweise der technischen, personellen und organisatorischen Strukturqualität auf der Grundlage des ÖSG. Im abgelaufenen Jahr wurde der Bereich Gynäkologie/Geburtshilfe ergänzt. Der Nachweis erfolgt mittels elektronischer Checklisten mit zumutbarem bürokratischem Aufwand. Die Spielregeln sind klar, die Privatkliniken schätzen das.

Im Rahmen des A-IQI Projekts des BMG wird auch die Behandlungsqualität der Privatkrankenanstalten im Wege der PRIKRAF-Geschäftsstelle gemessen. Die Indikatoren bestätigten die gute Ergebnisqualität der medizinischen Leistungen und ermöglichen die Hebung noch vorhandener Verbesserungspotenziale. Mit der aktiven Teilnahme an A-IQI leisten die PRIKRAF-Krankenanstalten einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Qualität des österreichischen Gesundheitssystems.

Was hat sich aus statistischer Perspektive im Gegensatz zum Vorjahr / den Vorjahren signifikant verändert?

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinkt kontinuierlich. Mit 4,23 Belagstagen ist gegenüber dem Vorjahr mit 4,37 Belagstagen wieder eine Verkürzung evident. Aufgrund des medizinischen Fortschritts können viele Leistungen tagesklinisch erbracht werden. Insgesamt wurden rund 9,4 % der Aufenthalte als 0-Tagesaufenthalte dokumentiert, der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beträgt  14,5%.

 Wo sehen Sie die Rolle des PRIKRAF, wenn es um die Zukunft der Privatkrankenanstalten Österreichs geht?

Der PRIKRAF wird neben den gesetzlichen Aufgaben der Leistungsfinanzierung und Qualitätssicherung auch als Managementplattform wahrgenommen. Abseits vom Jahresbericht werden ab 2015 vom PRIKRAF zur Unterstützung der Betriebsführungen in den Privatkliniken quartalsweise Managementberichte erstellt. Die Auswertungen beinhalten bundesländerweise Mengeninformationen zu Leistungsdaten Aufenthalten, Belagstagen, LKF-Punkten sowie LDF-Gruppen. Dieses Service wollen wir stärken.